Werkstattgespräche Schulverpflegung
Das LErn BW – Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg bietet in diesem Jahr die Werkstattgespräche Schulverpflegung zu zwei unterschiedlichen Themenschwerpunkten an.
- Frühstück und Pause – gut versorgt bis mittags am 28.04.2026
- Appetit auf Schulmensa – Wege zur Akzeptanz am 17.06.2026 sowie 21.10.2026
Die Werkstattgespräche Schulverpflegung bieten Unterstützung und praxisnahe Anregungen rund um die Organisation und Umsetzung einer gesundheitsfördernden, nachhaltigen und bedarfsgerechten Verpflegung in Schulen. Die halbtägigen (Online-) Seminare richten sich an alle Akteurinnen und Akteure, die an der Schulverpflegung beteiligt sind, wie z. B. Schulträger, Leitungen, Caterer, Küchen- und Hauswirtschaftskräfte oder pädagogische Fachkräfte. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer profitieren von den vermittelten Fachinformationen und Praxisbeispielen sowie von den Erfahrungen der anderen anwesenden Akteurinnen und Akteure. Ebenso können sie die Gelegenheit nutzen, Erfahrungen auszutauschen und gemeinsam Lösungsvorschläge zu sammeln.
Werkstattgespräch Schulverpflegung: Frühstück und Pause – gut versorgt bis mittags
Wie sieht ein gesundheitsförderndes, nachhaltiges und altersgerechtes Frühstücks- oder Pausenangebot in der Schule aus? Welche Gründe sprechen überhaupt für ein organisiertes Schulfrühstück? Welche Vorteile bietet eine gute Pausenverpflegung am Vormittag?
Das Werkstattgespräch Schulverpflegung am 28.04.2026 von 14:00–17:00 Uhr liefert Antworten auf diese Fragen und lässt daneben ausreichend Zeit für Austausch untereinander. Freuen Sie sich auf praxisnahe Impulse zur Organisation oder Optimierung eines Frühstücks- oder Pausenangebots – zwei Praxisbeispiele zeigen, wie es gelingen kann. Abschließend erhalten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer Einblicke in den Wegweiser „Frühstücken in der Schule?“, der vom Projektteam der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) erstellt wurde.
14:00 Uhr Begrüßung und Einstieg
Regina Donner, LErn BW
14:15 Uhr Fit durch den Vormittag – Frühstück und Pausenbrot im Fokus
Regina Donner, LErn BW
14:55 Uhr Praxisbeispiel – Organisation eines Frühstücksangebots
N. N.
15:10 Uhr Praxisbeispiel – Organisation einer Pausenverpflegung durch ein Schülercafé
N. N.
15:30 Uhr Pause
15:45 Uhr Frühstücken in der Schule – Wegweiser zur Einführung eines Schulfrühstücks an Grund-
und Förderschulen
N. N.
16:10 Uhr Erfahrungsaustausch
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer
16:45 Uhr Abschluss
Regina Donner, LErn BW
17:00 Uhr Ende der Veranstaltung
Stand 5.2.2026
Änderungen vorbehalten!
Akteurinnen und Akteure der Schulverpflegung:
- Einrichtungsträger
- Fachberatungen
- Einrichtungsleitungen
- Pädagogische Fachkräfte
- Lehrkräfte
- Caterer
- Küchenkräfte
- Hauswirtschaftliches Personal
- Elternvertreterinnen und Elternvertreter
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen, wie ein gesundheitsförderndes, nachhaltiges und altersgerechtes Frühstücks- bzw. Pausenangebot am Vormittag in der Schule aussieht und welche Vorteile es mit sich bringt. Sie nehmen praktische Impulse zur Organisation und/oder Optimierung eines Schulfrühstücks/einer Pausenverpflegung am Vormittag mit. Sie kennen erste mögliche Schritte, wie ein Schulfrühstück/eine Pausenverpflegung angeboten werden kann.
Ort
Online
Kostenbeitrag
Kostenfrei
Veranstalter
LErn BW – Landeszentrum für Ernährung an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und
Ländlichen Raum (LEL) im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Baden-Württemberg (MLR)
Wenn Sie angemeldet sind, aber doch nicht kommen können
Die Abmeldung senden Sie bitte schriftlich an ernaehrungsbildung@lel.bwl.de mit dem Betreff: Abmeldung von Kurs
„Werkstattgespräch Schulverpflegung“ Weitere Infos: Allgemeine Geschäftsbedingungen der
Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL)
Dienstag, 28.4.2026
14:00 -17:00 Uhr
Online
Zur
Anmeldung im LEL-Bildungsportal
Anmeldeschluss: 21.4.2026
Werkstattgespräch Schulverpflegung: Appetit auf Schulmensa – Wege zur Akzeptanz
Welche Faktoren und Voraussetzungen beeinflussen, ob Schülerinnen und Schüler gerne in der Mensa essen? Wie lässt sich die Akzeptanz des Schulessens und der Schulmensa steigern? Wen muss ich dafür ins Boot holen?
Das Werkstattgespräch Schulverpflegung liefert Antworten auf diese Fragen und lässt daneben ausreichend Zeit für Austausch untereinander. Die Veranstaltung wird an zwei Terminen angeboten: 17.06.2026 (Online) sowie 21.10.2026 (Präsenz), jeweils von 14:00–17:00 Uhr. Erfahren Sie im Seminar, welche Möglichkeiten Sie als Caterer/Träger/Schulgemeinschaft haben, die Akzeptanz der Schulverpflegung und der Schulmensa zu erhöhen. Freuen Sie sich auf praxisnahe Impulse und Lösungsansätze, wie Sie Schülerinnen und Schüler für den Mensabesuch begeistern können.
Informationen zum Programm folgen in Kürze.
Akteurinnen und Akteure der Schulverpflegung:
- Einrichtungsträger
- Fachberatungen
- Einrichtungsleitungen
- Pädagogische Fachkräfte
- Lehrkräfte
- Caterer
- Küchenkräfte
- Hauswirtschaftliches Personal
- Elternvertreterinnen und Elternvertreter
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wissen, wie eine gesundheitsfördernde, nachhaltige und genussvolle Schulverpflegung aussieht. Sie erkennen, welche Faktoren die Akzeptanz für das Schulessen und die Schulmensa beeinflussen. Sie kennen Lösungsmöglichkeiten, wie die Akzeptanz gesteigert werden kann.
Ort
Online
Kostenbeitrag
Kostenfrei
Veranstalter
LErn BW – Landeszentrum für Ernährung an der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und
Ländlichen Raum (LEL) im Auftrag des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz
Baden-Württemberg (MLR)
Wenn Sie angemeldet sind, aber doch nicht kommen können
Abmeldungen bis zwei Wochen vor der Veranstaltung sind kostenfrei möglich. Zu einem späteren Zeitpunkt fällt der volle
Kostenbeitrag an, unabhängig vom Grund der Absage. Die Nennung eines Ersatz-Teilnehmenden ist nicht möglich. Die Abmeldung senden
Sie bitte schriftlich an ernaehrungsbildung@lel.bwl.de mit dem Betreff: Abmeldung von Tagung „Wertschätzen
statt Wegwerfen“ Weitere Infos: Allgemeine
Geschäftsbedingungen der Landesanstalt für Landwirtschaft, Ernährung und Ländlichen Raum (LEL)
Links zur Anmeldung werden hier veröffentlicht.
Rückblick
Ganztagsbetreuung in Kita und Schule – Chancen guter Verpflegung nutzen
Kinder und Jugendliche verbringen einen immer größeren Teil ihres Tages in Kitas und Schulen. In Ganztagsschulen sind Schulträger verpflichtet (PDF), eine Mittagsverpflegung anzubieten. Auch in Kitas, ab einer Betreuungszeit von mehr als sieben Stunden ist eine Mittagsverpflegung verpflichtend anzubieten (PDF). Durch erweiterte Öffnungszeiten in der Kita und dem Rechtsanspruch auf Ganztagsbetreuung für Grundschulkinder kommt einer gesundheitsfördernden, leckeren und nachhaltigen Verpflegung eine besondere Bedeutung zu. Die Qualitätsstandards für die Verpflegung in Kitas und Schulen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) bieten dabei eine Orientierungshilfe für die Gestaltung der Verpflegung.
Welche Vorteile kann ein gutes Kita- beziehungsweise Schulessen mit sich bringen?
In den vergangenen Werkstattgesprächen erfuhren die Teilnehmerinnen und Teilnehmer, dass die Kita- und Schulverpflegung mehr ist als nur Essen und Trinken. In der Veranstaltung wurden die Grundlagen einer gesundheitsfördernden und nachhaltigen Verpflegung vorgestellt. Anschließend wurden die vielfältigen Chancen, die eine gute Verpflegung bieten kann, präsentiert und diskutiert. Dabei zeigte sich, dass die Verpflegung zahlreiche Möglichkeiten bietet, Kindern und Jugendlichen über den Tellerrand hinaus wichtige Kompetenzen zu vermitteln. Zudem berichteten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer über eigene Erfahrungen und Herausforderungen im Verpflegungsalltag.
Chancen guter Verpflegung in Kita und Schule liegen unter anderem…
- …darin, dass Mahlzeiten als wertvolle Bildungszeit wahrgenommen und genutzt werden können.
- … in der Möglichkeit, dass Kinder und Jugendliche aktiv teilhaben können – etwa beim Tisch decken, Abräumen oder durch das Einbringen von Feedback.
- …in der Vorbildfunktion der pädagogischen Fach- oder Lehrkraft - im Sinne der Akzeptanz der Speisen, der Freude am Essen und am bewussten Umgang mit dem Essen.
- …im Erlernen sozialer Kompetenzen, wie z. B. dem Teilen oder dem Rücksichtnehmen.
- …im Erlernen körperlicher Kompetenzen, wie z. B. der Schulung der Grob- und Feinmotorik.
- …im Erlernen einer Ess- und Tischkultur, wie z. B. über Tischsitten und Tischmanieren.
Kleine Stupser statt Verbote - Nudging in Kita und Schule
Jeden Tag entscheiden wir aufs Neue, was, wie viel, wann und mit dem wir essen. Wir treffen täglich rund 100.000 Entscheidungen – knapp 200 davon sind auf die Ernährung bezogen.
Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. (DGE) bietet mit ihren Empfehlungen Gut essen und trinken alltagstaugliche Tipps, um unsere Gesundheit und auch die Umwelt zu schützen. Darunter fallen „am besten Wasser trinken", „Obst und Gemüse – viel und bunt" sowie „Süßes, Salziges und Fettiges – besser stehen lassen". Manchmal sind diese Empfehlungen nicht so einfach in die Tat umzusetzen, obwohl das Wissen um eine gesundheitsfördernde Ernährung durchaus vorhanden ist. Dann kann ein kleiner, bestenfalls unbemerkter Stups (engl. „nudge“) helfen, das Ernährungsverhalten in eine gesündere Richtung zu lenken.
Expertinnen und Experten sprechen dabei von Nudging. In der Kita- und Schulverpflegung bedeutet Nudging, dass das gesundheitsfördernde und nachhaltigere Getränke- und Speisenangebot so präsentiert wird, dass sich die Kinder und Jugendlichen für dieses entscheiden. Die gesündere Wahl wird durch Nudging zur einfacheren Wahl gemacht und kann somit einen positiven Effekt auf das Ernährungsverhalten haben. Nudging kann Kindern und Jugendlichen helfen, die für sie bessere und damit gesundheitsfördernde Wahl zu treffen – und das ganz ohne Zwang oder Verbote.
In den vergangenen Werkstattgesprächen erfuhren die Teilnehmenden, wie kleine Nudges („Stupser“) positive Veränderungen in der Kita- und Schulverpflegung bewirken können. Die Teilnehmenden tauschten sich in einem Erfahrungsaustausch zu verschiedensten Nudgingmöglichkeiten aus. Zahlreiche Ideen und Möglichkeiten für Nudging in Kita und Schule wurden zusammengetragen. Genannt wurde u. a.
- Mundgerecht geschnittenes Gemüse und Obst anbieten
- Kinder und Jugendliche an der Zubereitung der Speisen beteiligen (gemeinsame Kochaktionen)
- Probierportionen anbieten
- Altersgerechtes und ansprechendes Geschirr verwenden
- Attraktives Gestalten der Essumgebung (Mensa bzw. Speiseraum)
- Gemeinsames Essen mit pädagogischer Begleitung
Weitere Informationen zu Nudging:
Zhaw: Psychologie im Alltag nutzen. Ein Blog der ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (zuletzt aufgerufen: 25.09.24)
KErn: Smarter Lunchrooms – fördern simple Maßnahmen ein günstiges Essverhalten (zuletzt aufgerufen: 18.09.2024)
KErn: Nudging leicht gemacht – Praktische Handlungsempfehlungen für die Schulmensa (PDF) (zuletzt aufgerufen: 18.09.2024)
BzfE: Stupser bei Essentscheidungen (zuletzt aufgerufen: 25.09.24)
Klimagesund und bunt – Abwechslungsreich essen in Kita und Schule
Die Ernährung ist weltweit für bis zu 30 Prozent der Emissionen von Klimagasen verantwortlich. Somit hat sie nicht nur einen Einfluss auf unser heutiges Wohlergehen, sondern auch auf das der zukünftigen Generationen. Immer mehr Kinder und Jugendliche essen in der Kita oder in der Schule und immer mehr Einrichtungen bieten eine Verpflegung an. Damit liegt in der Kita- und Schulverpflegung ein großes Potential für den Klima- und Ressourcenschutz. Ein ausgewogenes und zugleich klimafreundliches Speisenangebot lässt sich schon mit kleinen Veränderungen bei der Auswahl von Lebensmittelkomponenten und Gerichten umsetzen, z. B. durch ein größeres Angebot vegetarischer Gerichte auf dem Speiseplan.
In dieser Fortbildung erfuhren die Teilnehmenden in Theorie und Praxis, wie sie Kinder und Jugendliche für leckere vegetarische Gerichte begeistern und gleichzeitig etwas für das Klima und den Klimaschutz tun können. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer konnten einer erfahrenen Lehrkraft bei der Zubereitung vegetarischer Gerichte über die Schulter schauen und lernten, wie vegetarische Rezepte kind- und bedarfsgerecht in die Verpflegung von Kitas und Schulen integriert werden können. Ebenso erhielten sie Tipps, wie vegetarische Angebote gut präsentiert werden können. Dazwischen war Zeit für Austausch: Welche Gerichte kommen gut in Kita und Schule an? Welche Hindernisse erschweren die Umsetzung? Gemeinsam sammelten die Teilnehmenden Erfahrungen und Lösungsvorschläge.
Kooperationspartner:
