
Aktionstage zum EU-Schulprogramm 2026
Vom 8. Juni bis 29. Juli 2026 finden die diesjährigen Aktionstage für Fruchtforscherinnen und Fruchtforscher statt.
Die Anmeldung zu den landesweiten Aktionstagen zum EU-Schulprogramm war vom 23. Februar bis 2. April 2026 möglich.
Auch 2027 wird es wieder Aktionstage zum EU-Schulprogramm geben. Alle am Programm teilnehmenden Schulen und Kitas werden im Frühjahr 2027 zum Mitmachen eingeladen.
Die Aktionstage zum EU-Schulprogramm bieten eine besondere Gelegenheit, die Kinder mit spannenden Angeboten rund um Gemüse, Obst und/oder Milch und Milchprodukten für eine ausgewogene Ernährung zu begeistern. Je nach Themenschwerpunkt der Aktionen in den Einrichtungen können die Kinder ganz praktisch mehr über die Vielfalt, Herkunft und Erzeugung von Lebensmitteln lernen, direkt erleben, wie lecker Gemüse, Obst und Milch schmecken und Kompetenzen im Umgang mit Lebensmitteln ausbauen.
Ob eine einzelne Aktion, eine oder mehrere Unterrichtsstunden oder ein kleines Projekt, für alle Kinder oder für einzelne Klassen oder Gruppen – die Kitas und Schulen planen und gestalten ihren Aktionstag inhaltlich und zeitlich so, wie es am besten zu ihrer Einrichtung passt. Gemeinsames Zubereiten fruchtiger Snacks, Sinnesübungen und Experimente rund um Gemüse, Obst und Milch oder Ausflüge auf einen Bauernhof oder zu einer Streuobstwiese – alles ist möglich.
Das LErn BW unterstützt die Kitas und Schulen mit Ideen und Impulsen für eine lebendige Umsetzung.
Das LErn BW – Landeszentrum für Ernährung unterstützt teilnehmende Einrichtungen mit fachlichen und pädagogischen Impulsen und Materialien zur Gestaltung ihrer individuellen Aktionstage.
Ob für Kita oder Schule – auf unserer neuen digitalen Pinnwand haben wir ein buntes Angebot an Bildungsmaterialien und Ideen für die Aktionstage zusammengestellt. Es finden sich Ideen zu thematisch passenden Exkursionen, Bildungsmaterialien zu verschiedenen Schwerpunkten wie zur Vermeidung von Lebensmittelverschwendung bis hin zu Buchempfehlungen und Informationen zu unseren BEKI-Bildungsangeboten.
Bei Interesse an einem Bildungsangebot einer Referentin oder eines Referenten der Landesinitiative BEKI – Bewusste Kinderernährung können sich die Einrichtungen bei der regionalen Ansprechperson am Landratsamt zu den Möglichkeiten erkundigen.
Ein erdbeeriges Hauptevent in der Herlinsbachschule begeistert Groß und Klein
Am diesjährigen Hauptevent zu den Aktionstagen zum EU-Schulprogramm verwandelte sich die Herlinsbachschule in Wolfach in eine bunte Lern- und Erlebniswelt rund um die Erdbeere. Im Mittelpunkt standen saisonale und regionale Lebensmittel, nachhaltiger Konsum und die Freude am gemeinsamen Lernen und Genießen im Mittelpunkt.
Schülerinnen und Schüler zeigten ihren Gästen auf anschauliche und kreative Weise, was es rund um die beliebte rote Sommerfrucht alles zu entdecken gibt. Marion Gentges MdL, Ministerin für Landlichen Raum, Landwirtschaft und Heimat Baden-Württemberg, der Landrat Thorsten Erny, der Bürgermeister Thomas Geppert und viele weitere Gäste aus Politik, Schule, Elternschaft und Verwaltung zeigten sich beeindruckt.
Die Begeisterung von Frau Ministerin Gentges MdL ist spürbar
Was Ministerin Marion Gentges MdL beim Aktionstag begeistert hat, erzählt sie im Interview, das Dr. Stefanie Gerlach, Leiterin des LErn BW – Landeszentrum für Ernährung Baden-Württemberg, mit ihr in der Herlinsbachschule geführt hat.
Das Motto des Aktionstages: Warum Früchte Heimweh haben
Ein fröhliches Lied des Schulchors rund um die Erdbeere eröffnete den Aktionstag. In den Grußworten betonten die Rednerinnen und Redner, wie wichtig die Ernährungsbildung in der Grundschule ist und hoben u.a. die Wertschätzung regional erzeugter Lebensmittel hervor.
Mit einer Präsentation des Bilderbuchs „Warum Früchte Heimweh haben – eine Reise der Erdbeere“ stiegen die Kinder spielerisch in das Thema ein. Gemeinsam mit einer kleinen Erdbeere gingen sie unter anderem den Fragen nach, woher das Obst und Gemüse kommt, das man im Supermarkt kaufen kann. Im Anschluss fanden in den Klassenzimmern vielfältige Bildungsangebote rund um die Erdbeere statt.
Mit allen Sinnen auf Entdeckungsreise
In den ersten Klassen drehte sich alles um das sinnliche Erleben der Erdbeere. Die Kinder erkundeten die Erdbeerpflanze und verglichen verschiedene Erdbeerprodukte. Besonders spannend war der Vergleich zwischen gekauftem und selbst hergestelltem Erdbeerjoghurt. „Mir schmeckt der selbstgemachte Joghurt besser, da er frischer und mehr nach Erdbeere schmeckt“, berichtete eine Schülerin. Im Anschluss sprachen die Kinder mit ihrer Lehrkraft über die unterschiedlichen Zutaten der beiden Joghurts.
Beim Riechmemory testeten die Kinder ihren Geruchsinn, indem sie die Gerüche verschiedenen Obstarten zuordneten. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich Menschen Düfte wahrnehmen und wie eng Geschmack und Geruch zusammenhängen.
Vom Samen zur Erdbeerfrucht
Die zweiten Klassen machten sich auf die interessante Reise einer Erdbeere – vom Samen bis zur reifen Frucht. Gemeinsam mit den Gästen gingen sie beispielsweise den Fragen nach, wie eine Erdbeerpflanze aufgebaut ist, wie eine Erdbeere entsteht, wie lange sie braucht bis sie reif ist und warum Erdbeeren Punkte haben. So wurde anschaulich, wie viel Pflege und Geduld notwendig sind, bis eine süße Erdbeere geerntet werden kann.
Kreative Köstlichkeiten aus der Erdbeerküche
In den dritten Klassen wurde geschnippelt, gemixt und probiert. Die Schülerinnen und Schüler erfuhren ganz praktisch, wie sie aus frischen Früchten bunte und leckere Snacks zubereiten können. Gemeinsam entstanden zuckerfreie Fruchtaufstriche, farbenfrohe Beerenspieße und Eistee mit den grünen Blätterkrönchen der Erdbeere.
Auch die Gäste konnten ihre Kreativität unter Beweis stellen und eigene Obstspieße gestalten.
Besonders lecker waren die Dinge, die man auch probieren durfte. Ich habe nicht jeden Tag einen so leckeren Vormittag.
Erdbeeren, Klima und Nachhaltigkeit
Die vierten Klassen beschäftigten sich mit einer anspruchsvollen Frage: Was hat die Erdbeere mit dem Klima zu tun? In Rollenspielen und an verschiedenen Lernstationen setzten sich die Kinder im Vergleich heimischer und importierter Früchte mit den Themen Regionalität, Transportwege und Wasserverbrauch auseinander. Anschaulich erfuhren sie u. a., welche Auswirkungen lange Transportwege auf das Klima haben und warum heimische Erdbeeren oft besser schmecken und gleichzeitig zu einer nachhaltigen Ernährung beitragen.
Der Genuss frischer Erdbeerköstlichkeiten war für die Schülerinnen und Schüler ein toller Abschluss des Unterrichts.
Fröhliche Kinder und begeisterte Gäste
Die Gäste zeigten sich beeindruckt vom Wissen und der Kreativität der Schülerinnen und Schüler. Der Aktionstag machte eindrucksvoll deutlich, wie spannend und abwechslungsreich Ernährungsbildung sein kann und wie Kinder spielerisch lernen, regionale Lebensmittel wertzuschätzen und bewusste Entscheidungen für ihre Ernährung zu treffen.
Ein herzliches Dankeschön gilt dem gesamten Kollegium der Herlinsbachschule in Wolfach, allen Mitwirkenden sowie den Schülerinnen und Schülern, die diesen erlebnisreichen Tag mit viel Freude und Engagement gestaltet haben.